Freitag, 30. August 2002, irgendwo auf einer Autobahn

~unterwegs~

dieses unbeschreibliche Gefühl wieder unterwegs zu sein, das Surren von Autoreifen unter sich zu hören, Städte und Berge an sich vorbeiziehen zu sehen, Autobahnen hinter sich zu lassen, deutsche, schweizerische, französische, a8, a5, n1, e25, Namen und Nationalitäten machen hier keinen Unterschied, die Welt reduziert sich auf einen grauen streifen Asphalt mit einer weißen Linie in der Mitte und Grenzen reduzieren sich auf ein blaues Schild rechts neben der Straße.

diese unglaubliche Faszination endloser Straße, die am Horizont auftaucht und heranrauscht, die flimmernd unter den Reifen durchzieht um sich dann im Rückspiegel aufzulösen, alles im Zeitraffer, wie eine unsichtbare Stromschnelle in einem pulsierenden Strom aus Stein, in dem ein Wagen nichts weiter ist als eine Blase an der Oberfläche, ein Stück Metall, das auf der Brandung mitsurft, bis es sein Ziel erreicht hat, bis es die Ausfahrt nimmt, die wieder zurück in die normale Welt führt, in der Orte mehr sind als ein Punkt auf einer Landkarte, in der ein Parkplatz und ein Hotelzimmer zuhause für eine Nacht sein können und in der das Leben wieder im Schrittgeschwindigkeit abläuft.

~Grüße von unterwegs~
D.

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